Radtour 2018
 
Zum inzwischen 12ten Mal machten sich am ersten Tag der Osterferien Kinder und Jugendliche aus den Gemeinden Kreuzau und Vettweiss sowie der Stadt Heimbach zusammen mit ihren Betreuern aus den Offenen Jugendeinrichtungen mit ihren Fahrrädern auf den Weg.
Dazu trafen wir uns am Jugendraum in Kreuzau und beluden zunächst unseren Begleitbus mit dem Gepäck, der Verpflegung und weiteren Dingen.
Anschließend ging es auf unsere erste Etappe, die uns von Kreuzau an Düren, Erkelenz und Wegberg vorbei nach Brüggen, wo wir die Nacht in der DJH-Jugendherberge verbrachten. Am Ende dieses Tages hatten wir schon 80 km auf dem Tacho.
Nach einem ausgiebigen Frühstück ging es am nächsten Morgen weiter Richtung Xanten. Dabei passierten wir Straelen, Geldern und Sonsbeck. An diesem Tag fuhren wir etwa 70 km. Übernachtet wurde wiederum in einer Jugendherberge des DJH.
Bis dahin hatten wir gutes Wetter, doch dies sollte sich am dritten Tag leider ändern.
Zwar starteten wir noch trocken in den Tag, doch kurz nach unserer ersten Pause fing es an zu regnen und es sollte leider auch den ganzen Tag über nicht mehr aufhören.Da die Unterkunft in Duisburg jedoch gebucht war, hatten wir keine Wahl und mussten im Regen die Strecke zurücklegen. Zum Glück war es mit 50 km die kürzeste Etappe der Tour. Es ging immer am Rhein entlang und in Rheinberg überquerten wir den Fluß auf einer Fähre. Für einige der Teilnehmer war es die erste Fährfahrt in ihrem Leben, doch das Wetter verhinderte leider, dass sie dieses Erlebnis entsprechend genießen konnten.
Für unsere Übernachtung hatten wir in Duisburg die "Nordparkhütte", eine Hütte des Deutschen Alpenvereins, die mitten im Landschaftspark Nord lag, gemietet. Doch das Pech, das wir an diesem Tag mit dem Wetter hatten, hielt auch nach unserer Ankunft dort an, denn die Hüttenwirtin teilte uns mit, dass die Heizungsanlage und damit auch das Warmwasser ausgefallen war. Für uns, die wir alle klitschnass waren und auf eine wärmende Dusche gefreut hatten, war das natürlich ein weiterer Tiefschlag an diesem Tag. Zwar brachte der informierte Notdienst die Heizung zwar kurzzeitig ans Laufen, doch kurz darauf sprang sie wieder auf Störung. Das war für uns der Moment, an dem klar war, dass wir hier die Nacht nicht verbringen können. Wir wussten, dass es im Landschaftspark ebenfalls eine Jugendherberge gab, doch es war alles andere als sicher, ob sie so kurzfristig Platz für 27 Personen hatten. Ein Anruf ließ uns durchatmen. Zwar gab es nur noch 22 reguläre Betten, aber mit Zustellbetten war genug Platz für uns. So konnten wir unsere Sachen zum Trocknen hängen, warm duschen und die Küchenchefin, die eigentlich schon Feierabend hatte, machte uns auch noch etwas zu essen. So ging der Tag doch noch einigermaßen gut zu Ende, auch wenn wir aufgrund des Regens den Landschaftspark nicht mehr erkunden konnten.
Der nächste Tag startete wieder trocken und brachte eine Neuerung: zum ersten Mal in der Geschichte der Oster-Radtour wurde die Gruppe an diesem letzten Tag geteilt. Die eine Gruppe, die überwiegend aus den jüngeren Teilnehmern bestand und von Lisa und Peter begleitet wurde, fuhr an diesem Tag etwa 65 km bis zum Bahnhof nach Stommeln und wurde dort von einem Bus mit Anhänger abgeholt und zurück nach Kreuzau gefahren. Diese Truppe hatte unterwegs nicht eine einzige Panne und kam ganz entspannt an ihrem Ziel an.
Ganz anders hingegen die andere Hälfte der Gruppe, die von Harald, Sven und mir begleitet wurde und es sich zum Ziel gesetzt hatte, am letzten Tag die komplette Strecke von Duisburg nach Kreuzau - immerhin 110 km - mit dem Rad zurückzulegen. Geplant war, dass beide Gruppen in etwas zeitgleich gegen 18 Uhr in Kreuzau eintreffen. Soweit die Theorie. Die Praxis sah leider anders aus. Die erste Panne ereilte uns noch in Sichtweite der Jugendherberge etwa 150 Meter nach dem Start und warf uns um 30 Minuten zurück.  Zwar holten wir die Kurztourer im Duisburger Innenhafen wieder ein, doch schon bei der zweiten Rast warf eine weitere Panne unseren Zeitplan wieder ordentlich durcheinander. So kam es, dass uns die andere Gruppe wieder einholte, obwohl wir längst schon ein ganzes Stück weiter sein wollten. In der Nähe von Neuss wurden wir dann zu allem Überfluss von einem kräftigen Schauer überrascht, den wir in einer Dönerbude abwarteten. So blieben wir zwar trocken, aber unsere Ankunftszeit verschob sich weiter nach hinten. Aus Zeitgründen verließen wir letztlich die geplante landschaftlich schöne Strecke und beschränkten uns auf aspahltierte Straßen, um besser voran zu kommen. Die letzten 30 Kilometer legten wir schließlich bei Dunkelheit im Schein unserer Lampen zurück und kamen schließlich um 22 Uhr erschöpft aber glücklich in Kreuzau an.
 
An dieser Stelle möchte ich mich bei allen Teilnehmern, meinen Kollegen, Sven und natürlich unserem Verpflegungsbusfahrer Alex für die tolle Tour bedanken und hoffe, dass ihr im nächsten Jahr alle wieder am Start seid!
 
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